0

Väter, Söhne und Politik

Die Mutti stirbt an Krebs und jetzt ist er alleinerziehender Vater. Eigentlich hatte er Zeit, sich auf diese Rolle vorzubereiten, es war abzusehen, aber als es soweit ist: Nichts. Die Trauer wirft ihn um, er hat mit sich zu tun. Er tut sein Bestes, aber als Leser*In fragt man sich oft: Ist das gut genug? Fus, sein Ältester, wird schlechter in der Schule, wird doch nicht in Paris studieren können. Er bleibt zu Hause, macht eine Ausbildung im Ort und vor allem Gillou, sein jüngerer Bruder, freut sich. Sein Bruder ist der Held und der Freund, den er braucht, wenn der Vater fehlt. Die Jahre vergehen und mit 24 verteilt Fus Flyer für den Front National. Im Klappentext liest man noch von einer Tragödie; in die alles gipfelt, was ich an dieser Stelle nicht spoilern möchte.

Ich habe den Roman innerhalb von zwei Tagen durchgelesen und konnte einfach nicht aufhören. Es sind Schicksale, die so oder ähnlich jeder kennt und sei es nur der Aspekt, dass sich auf dem Land niemand mehr „kümmert“, außer den Rechten. Nach jedem der kurzen, prägnanten Kapitel fragt man sich als Leser*In: Was würde ich machen? Wie hätte ich reagiert? Toller, ergreifender Roman, der einen nicht so schnell wieder loslässt

20,00 €inkl. MwSt.

Lieferbar innerhalb 24 Stunden

In den Warenkorb