brutal, präzise aber mit Humor

Der Roman Die Bäume von Percival Everett weist kriminalistische Einschläge auf, die teilweise auf realen Geschehnissen beruhen und besticht mit einer gehörigen Portion schwarzen Humors.

In Money, einer Kleinstadt in Mississippi, werden weiße, dicke Rassisten brutal ermordet, wobei immer wieder die Leiche eines misshandelten Schwarzen auftaucht. Die Agenten des MBI bringen die Geschehnisse mit Hilfe diverser Ortsansässiger und -fremder schnell in Verbindung mit den Gräueltaten der Lynchjustiz in den 50er Jahren. Die Ereignisse nehmen zügig an Fahrt auf und schon bald geraten die mit „Recht und Ordnung“ betitelten Strukturen in den gesamten USA ins Wanken. Everett lässt einen in die von Rassismus triefende Welt der Rednecks und der davon betroffenen Schwarzen Community im Süden der USA eintauchen. Everetts präzise Sprache schreckt auch vor den brutalsten Schilderungen nicht zurück, sodass einem oft das Lachen im Halse stecken bleibt. Auf sehr unterhaltsame und einprägsame Art erfährt man so mehr über die Verbrechen an nicht-weißen US-Amerikaner:innen und ihre Folgen für Betroffene und ganze Gesellschaften.

Ein Tipp von unserer Praktikantin Ida


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