Henriettes Insel- und Windbücher
Raue Küste, stürmische Winde, atemberaubende Natur, Wale, Schafe, Seehunde, Papageientaucher...so stelle ich mir die Inseln im Norden vom schottischen Festland vor. Und bald werde ich, Henriette, es selbst herausfinden. Um meine Masterarbeit im Fach Social and Cultural Anthropology zu schreiben, begebe ich mich nämlich ab März bis Juni auf die schottischen Orkneyinseln und erforsche dort den Wind und die Windenergie. Vielleicht kann ich dann auch immer mal wieder ein paar Bilder in den Newsletter schummeln.
Mein Herz hat schon immer für den Norden geschlagen und ich habe bereits ein Jahr an der Nordsee in einem kleinen Küstentierpark gearbeitet, deswegen freue ich mich jetzt besonders auf diese spannende Zeit. Mal schauen, wie viele Bücher in mein Reisegepäck passen, aber mein Lieblingsjugendbuch darf natürlich nicht fehlen: „Die Glücklichen Inseln hinter dem Winde“ von James Krüss. Da hat wahrscheinlich vor ca. 20 Jahren meine Inselliebe angefangen.
Nun habe ich aber zur Einstimmung ein paar aktuellere Insel-/Wind-/Großbritannien-Empfehlungen für euch dabei:
Ein spannender feministischer Page-Turner: „Die Unbändigen“ von Emilia Hart. In diesem historischen Roman begleiten wir drei Frauen in unterschiedlichen Jahrhunderten bei ihrem Kampf gegen die gesellschaftlichen Rollen und gegen patriarchale Gewalt. Hier reichen die Wurzeln bis zur Hexenverfolgung zurück und das Buch bringt tolle magische Einschübe mit sich. Die Kulisse ist dabei ein verwunschenes kleines Cottage in Nordengland. Einfach packend!
In „Die Tages des Wals“ von Elizabeth O’Connor begeben wir uns auf eine abgelegene walisische Insel um 1940. Eine junge Näherin möchte aus den ewigen Kreisläufen der Insel ausbrechen und einen neuen Weg in ihrem Leben einschlagen. Als dann ein Wal an der Küste strandet (ein böses Omen?) und zwei Ethnolog:innen auf die Insel kommen, um die Bevölkerung zu erforschen, sieht sie ihre Chance, die Insel endlich zu verlassen und ihr Leben selbst zu bestimmen.
„Ein klarer Tag“ von Carys Davies ist einfach nur schön! Wir befinden uns um 1840 auf einer einsamen Shetlandinsel. Nur noch ein letzter Bewohner wohnt hier, zusammen mit einigen Tieren und wenigen Habseligkeiten. Ein Messer, eine Gabel, ein Löffel und eine Schüssel, mehr braucht man nicht, wenn man alleine auf einer Insel lebt. Als dann ein Pfarrer geschickt wird, um den letzten Bewohner zum Umzug zu zwingen, dieser Pfarrer allerdings an der Küste verunglückt, entspinnt sich eine ganz besondere Freundschaft zwischen den beiden. Das Buch ist historisch spannend und bringt außerdem eine tolle Atmosphäre mit sich.