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Stumme Männer und prächtige Landschaft

Ich möchte dieses Buch unbedingt empfehlen und gleichzeitig ist es sehr schwierig, den Grund dafür auf den Punkt zu bringen.

Es ist ein Männerbuch. Diese Tatsache macht es jetzt nicht besser oder schlechter, als andere Bücher ABER es geht nun mal um Männer, Männlichkeit oder auch Mannsein. Um das Erwachsen werden eines Jungen, dessen Eltern sich, als er dreizehn Jahre alt ist, (endlich) trennen.
Seine Mutter hatte wohl schon immer mehr vom Leben erwartet, als auf einer Farm in Michigan zu sitzen und darauf zu warten, dass ihr Mann nach dem Melken nach Hause kommt. August, so heißt der Junge dieser Geschichte, liebt das Farm Leben, soweit man das mit 13 sagen kann. Es ist sein Leben, sein Land, alles hier hat ihn geprägt.

August zieht also mit seiner Mutter nach Montana. Seine Jugend ist geprägt von den heimlich belauschten Gesprächen, die seine Mutter mit der wesentlich jüngerin Nachbarin auf der Terrasse führt und dem Horror eines Teenagerjungen, sich für oder gegen längst gebildete Jugendcliquen positionieren muss. Wirklich angekommen ist er wohl nur in den rauen Bergen oder am Fluss beim Angeln.

Und hier liegt der Reiz dieses großartigen Romans, diese Gegenüberstellung schöner, rauer Natur und der Lebenswelt eines sensiblen jungen Mannes.
Männer die auf Farmen sitzen, zurückgelassen, vereinsamt, die zentnerschwere Last einer geerbten Farm tragend. Die sich wie die Pfauen herauszuputzen, um sich auf die paar Frauen zu stürzen, die bei Rodeos die Wüste kurz zum Blühen bringen.

Callan Wink schreibt einen großen amerikanischen Roman. Einen Bildungsroman bei dem man August begleitet und am Ende hat man, ganz ohne in den Flieger zu steigen, wahnsinnig viel gesehen und genauso viel zu erzählen.

Einband: gebundenes Buch
EAN: 9783518429839
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Kategorie: Belletristik