Der neuste Hype - Heated Rivalry
Wenn ihr in den letzten Wochen auf Social Media unterwegs wart, dann habt ihr bestimmt schon vom neusten Hype gehört. Es geht um Heated Rivalry und es scheint als wären nicht nur einige aus unserem Team verrückt danach, sondern die halbe Welt.
New Yorks Bürgermeister Zohran Mamdani erzählt den Bürger*innen seiner Stadt, sie sollen während des Schneesturms zuhause bleiben und Heated Rivalry lesen, die Tagesschau postet über die zwei Hauptdarsteller der Serie, weil sie zu den Olympia- Fackelläufern ernannt worden sind, Clubs veranstalten Heated Rivalry Themenparties und auch die Sportschau postet Bundesliga Reels mit Heated Rivalry Bezug. Und das obwohl die Serie erst seit dem 06. Februar in Deutschland verfügbar ist und gay-romance Bücher auch kein neues Phänomen am Literatur-Himmel sind. Die Romance Buchreihe „Game Changer“ von Rachel Reid, einer kanadischen Autorin, dreht sich um queere Eishockeyspieler aus Kanada und den USA. Im November 2025 erschien die Serien-Verfilmung des zweiten Buches „Heated Rivalry“ in Nordamerika und übernahm in rasantem Tempo das Internet und die Köpfe der Zuschauer*innen.
Doch nicht nur die Streaming und Follower Zahlen gehen durch die Decke, sondern auch die Verkaufszahlen der Bücher. Schon kurz nach der ersten Veröffentlichung der deutschen Ausgabe waren die Bücher ausverkauft und die Lieferzeiten der englischen Bücher liegen ebenfalls bei 6 Wochen.
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen der Kanadier Shane Hollander und der Russe Ilya Rozanov. Zwei Eishockeyspieler, die in der Öffentlichkeit in Rivalität zu einander stehen, doch hinter geschlossener (Hotelzimmer-)Tür eine wilde Affäre beginnen und sich über die Jahre hinweg ineinander verlieben. Alles im Kontext des eher queerfeindlichen Eishockeys.
Gerade bei Frauen kommt die Serie und gay-romance Bücher gut an, aber wieso?
Vielleicht, weil die Geschichten etwas erlauben, was im Alltag oft zu kurz kommt: Große Gefühle ohne veraltete Klischee-Rollenbilder.
In den Büchern werden die klassischen Macht- und Rollenbilder, die wir schon zu genüge gelesen haben, aufgebrochen. Zwei männliche Profisportler zeigen sich verletzlich, unsicher und zärtlich und sie kommunizieren. Sie zeigen liebevolle und leidenschaftliche Männer, wie man sie als (heterosexuelle) Frau selber gerne erleben würde. Es sind zwei Personen die sich auf Augenhöhe begegnen und ineinander verlieben mit dem Bild einer Männlichkeit die nicht von Dominanz und Härte geprägt ist, sondern von emotionaler Offenheit. Gleichzeitig ist es eine Liebesgeschichte ohne weibliche Objektivierung. Es geht um Sexualität voller Begehren, Respekt, Intensität und vor allem Gleichwertigkeit. Körper werden begehrt und dabei nicht reduziert und objektifiziert.
Und das finden wir einfach schön und macht so großen Spaß, dass Lotti sogar alle sechs Bücher der Reihe in einer Woche gelesen hat.