Zuhause zwischen den Seiten

Drei besondere Bücher, in denen Häuser eine wichtige Rolle spielen

Wenn ihr diesen Beitrag lest, sitzt ihr mit hoher Wahrscheinlichkeit gerade in einem Haus. Oder? Viele Menschen auf diesem Planeten leben in Häusern. Das Haus steckt ja schon in dem Wort Zuhause, und ist untrennbar verbunden mit Geborgenheit und Zugehörigkeit. Überlegt mal, in wie vielen Häusern habt ihr schon gelebt? Waren es alte Häuser, neue Häuser, kleine, große? Wer hat wohl vor euch in diesen Häusern gewohnt, welche Geschichten erzählen sie euch? 

Kein Wunder also, dass Häuser auch auf Autor*innen eine magische Faszination ausüben und Thema in vielen Romanen, aber auch in Bilderbüchern sind. Wir stellen euch hier drei ganz besondere Bücher vor, in denen Häuser (oder ein Haus) die Hauptrolle spielen.

»In ihrem Haus« von Yael van der Wouden

Isabel lebt allein im Haus ihrer verstorbenen Mutter, bis ihr Bruder seine Freundin Eva bei ihr unterbringt. Während die beiden Frauen versuchen, miteinander auszukommen, entspinnt sich eine geheimnisvolle Atmosphäre rund um das Haus. Auf einmal verschwinden Dinge und der Ort scheint seine ganz eigene Geschichte zu erzählen. Nebenbei entwickelt sich auch zwischen Isabel und Eva eine Spannung, die zum Greifen ist. 

Die Geschichte ist toll konstruiert und hat mich mit jeder Seite weiter in seinen Bann gezogen. (Darlene)

»Zuhause auf der Klippe« von Magali Franov

»Hoch oben auf der Klippe steht ein kleines Haus. Die Sonne wärmt sein Dach, die Wellen wiegen es in den Schlaf. Hier gehört es hin.«
 
In dem wunderschönen Bilderbuch »Zuhause auf der Klippe« von Magali Franov geht es um ein kleines Haus an der Küste. Im Laufe der Jahreszeiten fliegen die Zugvögel vorbei, die von fernen Ländern und Menschen erzählen, ein Buckelwal singt von den Tiefen des Ozeans, Schiffe schippern an der Küste vorbei und die Wolken ziehen über den Horizont. Tagein und tagaus steht das Haus da und träumt sich in die Ferne. Doch als eine Familie einzieht, merkt es, wie schön es doch ist, ein Zuhause zu sein und von dem Lachen und den Geschichten der Menschen erfüllt zu werden. »Und jeder Tag bringt ein neues Abenteuer.«
 
Dieses toll illustrierte Bilderbuch erzählt auf ganz berührende Art von Sehnsucht und Ankommen und ist in jedem Bücherregal ein wunderschöner Hingucker. (Henriette)

»Die vierte Wand« von Maja Ilisch

Die Autorin Maja Ilisch scheint wirklich fasziniert von Häusern zu sein. Schon ihr Kinderbuch »Unten« spielt in einem gigantischen Haus mit schier unendlichen Stockwerken, in dem die Heldin ihre verschwundene Freundin finden muss.
 
Auch in ihrem Nachfolgebuch »Die vierte Wand« haben Häuser eine wichtige Rolle. Fox, die Heldin, hat mit ihrer Familie schon immer in demselben Haus gelebt. Sie war noch nie draußen und hat auch noch nie Besuch bekommen. Darüber wundert sie sich erst, als sie ein rätselhaftes Päckchen mit einem Buch darin erhält. Das Buch ist anders als die Bücher, die sie kennt – es stehen Wörter darin! Plötzlich hat Fox so viele Fragen, neue Gedanken und Bilder im Kopf. In dem Entschluss, den Absender des Päckchens zu finden, klettert sie aus dem Fenster, und findet sich in einem anderen Haus wieder, das fast genauso aussieht wie ihres, aber eben nur fast. Und die Puppen in dem Puppenhaus neben ihr, sehen die nicht aus wie ihre Familie?
 
Immer weiter wagt sich Fox in eine unbekannte Welt, gelangt in immer neue Häuser und begegnet dort manchmal freundlichen, manchmal merkwürdigen Bewohner*innen. Nur, wie kann sie nach draußen gelangen?
 
»Die vierte Wand« ist eine wunderbar philosophische Geschichte über die Kraft von Geschichten und darüber, wie sie unser gewohntes Bild der Wirklichkeit sprengen können. Maja Ilisch ist eine Meisterin darin, surreale Welten zu erschaffen, die ein bisschen unheimlich und zugleich ganz liebenswürdig verschroben sind. Mit zittriger Aufregung bin ich Fox durch diese merkwürdig ineinander verschachtelten Häuser gefolgt und habe sie für ihren Mut bewundert.

Wer »Momo« von Michael Ende liebt, der wird an »Die vierte Wand« und auch an »Unten« seine wahre Freude haben. (Luise)

 


Bibliographie
Tipp
book_2
Die vierte Wand
Maja Ilisch
Die vierte Wand
EAN: 978-3-7512-0533-7
Eine Welt voller PuppenhäuserSeit sie zurückdenken kann - und sie kann sich, findet Fox, schon ziemlich lang erinnern - lebt Fox mit ihrer Familie in diesem Haus, und jeder Tag ist wie der andere. Bis plötzlich ein seltsames Päckchen im Flur liegt, adressiert an Fox, mit einem Brief ohne Absender und einem Buch. Doch dieses Buch ist anders als jedes, das Fox kennt. In ihm stehen Wörter. Das Buch gibt ihr neue Bilder in den Kopf, neue Gedanken, neue Fragen. Kurzentschlossen klettert Fox aus dem Fenster hinaus in die unbekannte Welt - und findet sich neben ihrem Puppenhaus wieder, in einem Haus, das beinah so ist wie ihr eigenes Ein wunderbar philosophisches Kinderbuch über das Geschichtenerzählen, die Wirklichkeit, und die Frage, was jenseits des Sichtbaren liegt. Die vierte Wand: Ein fantastisches Kinderbuch mit Klassikerpotenzial!Zwischen Fantasie und Realität: Eine fantastische Geschichte für Kinder ab 10 Jahren, die zeigt, dass das Abenteuer manchmal nur einen Blickwinkel weit entfernt liegt.Magisch und tiefgründig: Die kleine Fox entdeckt geheimnisvolle Puppenhäuser, die mehr gemeinsam haben, als es zunächst den Anschein hat.Inspirierend: Das Kinderbuch regt die Fantasie an und lädt dazu ein, Fragen zu stellen und über das Bekannte hinauszudenken.Preiswürdig: Das beeindruckende Kinderbuch der ausgezeichneten Autorin Maja Ilisch (Unten) wandelt auf den Spuren großer Kinderbuch-Klassiker.Das atmosphärische Kinderbuch von Maja Ilisch lädt junge Leser*innen ab 10 Jahren ein, die eigene Wahrnehmung zu hinterfragen und von dem Unmöglichen zu träumen. Ein gleichermaßen spannendes und berührendes Leseerlebnis.

Lieferbar innerhalb 24 Stunden

16,00 €
Bleiben Sie auf dem Laufenden - abonnieren Sie unseren Newsletter.
Unsere Datenschutzerklärung können Sie hier abrufen.
Die E-Mail-Adresse, die den Newsletter erhalten soll.