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ISBN/EAN: 978-3-518-46930-9
Einband: kartoniertes Buch
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Originaltitel:
L'amica geniale
Übersetzer:
Karin Krieger
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
488 S.
Format (T/L/B):
4 x 19 x 11.8 cm

Hersteller:
Suhrkamp Verlag GmbH
info@suhrkamp.de
Torstr. 44
DE 10119 Berlin


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Meine geniale Freundin

Kindheit und frühe Jugend, Neapolitanische Saga 1

12,00 €

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Unser Tipp für Sie

Mit dem Februar erwartet uns nicht nur die zarte Hoffnung auf den Frühling, sondern auch der Valentinstag. Romantik, Paarbeziehungen und die »große Liebe« werden in der Literatur wie auch in der Gesellschaft häufig thematisiert und idealisiert.

Da dies also an anderer Stelle schon zur Genüge getan wird, möchte ich den (literarischen) Fokus hier auf die oftmals weniger zelebrierten, aber nicht weniger wichtigen Aspekte und Formen der Liebe legen.

Die Literaturwissenschaftlerin und Aktivistin bell hooks untersucht in »Alles über Liebe – Neue Sichtweisen« gängige Vorstellungen davon, wie (romantische) Liebe auszusehen hat, setzt dies in Zusammenhang mit unserer westlichen Kultur und dem Patriarchat. Sie beleuchtet typische Konzepte wie die heteronormative Kernfamilie, Besitzansprüche sowie die Annahme, Liebe sei nur ein Gefühl statt (auch) eine Entscheidung, kritisch. 
Es klingt dabei an, dass diese unter Umständen weder ausreichend noch förderlich für das Wohlbefinden und Wachsen zwischenmenschlicher Beziehungen sind.
Sie kommt so zu dem Schluss, dass eine große Bedeutung, ja sogar eine Notwendigkeit auf der Kultivierung von kollektivem Zusammenhalt und Gemeinschaft liegen muss. Das bedeutet nicht zwingend eine Abkehr von der bekannten Paar-Beziehung, sondern eher eine zusätzliche Offenheit gegenüber anderen, ebenso tragfähigen zwischenmenschlichen Verbindungen.  

Es ist ein außergewöhnlich kluger, augenöffnender Text. Wer weitere Sachbücher lesen möchte, die sich kritisch mit der Liebe im Kapitalismus auseinandersetzen, ohne dabei trost- oder hoffnungslos zu sein, dem*der kann ich die Texte von Eva Illouz (z.B. »Warum Liebe weh tut«) und Sarah Diehl (»Die Freiheit, allein zu sein«) wärmstens ans Herz legen.

Romane wie »Morgen, Morgen und wieder Morgen« (Gabrielle Zevin), »Meine geniale Freundin« (Elena Ferrante) und »First Love: Essays on Friendship« (Lilly Dancyger, nur Englisch) stellen freundschaftliche Beziehungen mit all ihren Besonderheiten, Ritualen und auch Konflikten in den Mittelpunkt. Sie zeichnen ganz verschiedene, inspirierende Bilder davon, wie wertvoll und wichtig das Aufgefangen-Sein in einer Freundschaft wirkt und erzählen vom Finden und Wieder-Finden von Herzenspersonen über das Leben hinweg. »Blue Sisters« (Coco Mellors) verhandelt die mal mehr, mal weniger enge Beziehung von drei Schwestern und ihren Umgang mit dem Tod eines Familienmitglieds auf melancholisch-schöne Weise. Dieses Buch zeigt uns, wie die Liebe unter Schwestern durch das Leben tragen, und das Leben ertragen helfen kann.

Wie ihr seht, muss es also am Valentinstag gar nicht zwingend um rote Rosen, filmreife Kussszenen oder herzerweichende Liebesromane gehen, auch wenn diese natürlich auch ihren Platz und ihre Berechtigung haben. Vielmehr können wir ihn zum Anlass nehmen, dankbar für alle Formen der Hingabe zu sein, die auf ganz unterschiedliche Weise unsere Leben bereichern.

Schließlich eint uns noch eine weitere Liebe: die zur Literatur. Ich lade euch deshalb ein, in diesem Monat vielleicht ein Buch eures*eurer Lieblingsautor*in hervorzukramen und darin zu schmökern. Ich wünsche euch, dass ihr euch dabei oder im Gespräch und (ganz nach bell hooks) der Gesellschaft anderer Buchliebhaber*innen, immer wieder neu in das geschriebene Wort verliebt. 

Von Katharina

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Beschreibung

In einem volkstümlichen Viertel Neapels wachsen sie auf, derbes Fluchen auf den Straßen, Familien, die sich seit Generationen befehden, das Silvesterfeuerwerk artet in eine Schießerei aus. Hier gehen sie gemeinsam in die Schule, die unangepasste, draufgängerische Lila und die schüchterne, beflissene Elena, beide darum wetteifernd, besser zu sein als die andere. Bis Lilas Vater sein brillantes Kind zwingt, in der Schusterei mitzuarbeiten, und Elena mit dem bohrenden Verdacht zurückbleibt, das Leben zu leben, das eigentlich ihrer besten, ihrer so unberechenbaren Freundin zugestanden hätte. Dieses Buch ist Teil der Neapolitanischen Saga. Die Neapolitanische Saga von Elena Ferrante erzählt die Geschichte der beiden Protagonistinnen Lila und Lenù von ihrem gemeinsamen Aufwachsen im Neapel der 1950er-Jahre an. Bis die eine spurlos verschwindet und der anderen nichts bleibt, als dagegen anzuschreiben.

Über Elena Ferrante

Informationen zu Elena Ferrante auf suhrkamp.de