Ich habe es irgendwo versteckt - Cover
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ISBN/EAN: 978-3-689-48137-7
Einband: gebundenes Buch
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Übersetzer:
Susa Wolfrum , Jana Krötzsch
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
256 S.

Hersteller:
Mitteldeutscher Verlag
info@mitteldeutscherverlag.de
Bernburger Str. 2
DE 06108 Halle (Saale)


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Ich habe es irgendwo versteckt

Notizen zum Charta-Jahr 1977

28,00 €

Noch nicht lieferbar

Beschreibung

Ein packender literarischer Bericht von Václav Havel, Dramatiker, Dissident und eine der wichtigsten Persönlichkeiten des späten 20. Jahrhunderts, der seinen ersten ernsthaften Konflikt mit der totalitären Macht schildert. In diesem Text gibt er den Lesenden einen außergewöhnlich fesselnden Bericht über die ersten Tage und Stunden der Charta 77, die Verfolgung, Verhaftungen, Verhöre und die heimtückischen, sogar faustischen Methoden der Geheimpolizei. Es ist aber auch ein Text über die Solidarität im Gefängnis und seinen unerschütterlichen Willen, seine Wahrheit, seine Weltanschauung zu verteidigen und zu bewahren. Havel verfasste im Herbst 1977 das Manuskript, das er vor dem Zugriff der Geheimpolizei verbarg, bis er schließlich das Versteck vergaß. Es tauchte erst im Nachlass seines 2008 verstorbenen engen Freundes, des Schriftstellers und Mitunterzeichners der Charta 77 Zdenek Urbánek, auf. Der größtenteils fragmentarische Text wurde weitgehend rekonstruiert und 2021 in Tschechien publiziert. Er erscheint nun erstmals auf Deutsch.

Leseprobe

Die Zeit zwischen dieser Deadline und dem 6. Januar, dem Tag, an dem wir die Erklärung der Charta an die Staatsorgane übergeben wollten, verlief recht ruhig. Eine solche Pause war zwar gefährlich, da die Wahrscheinlichkeit, dass die Polizei noch vor der Übergabe Wind davon bekommen und zum Gegenangriff übergehen könnte, natürlich mit jeder Stunde wuchs, unabhängig davon, dass wir gar keine weiteren Unterschriften mehr sammelten; doch auch hier hatten wir beschlossen, das Risiko einzugehen, unter anderem deshalb, weil wir gleich-zeitig mit der Übergabe an die Staatsorgane Kopien an alle Unterzeichner versenden wollten und diese Abschriften eben eine Weile brauchten. Anfang Januar schien die Polizei dann trotzdem etwas zu ahnen: Sie führte an die drei Ver-höre zur Auskundschaftung und Verwarnung durch, doch sie kannte weder den Text der Erklärung noch das Ausmaß der Unterschriften und schien der ganzen Sache keine allzu große Bedeutung beizumessen
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