Details

ISBN/EAN: 978-3-96445-127-9
Einband: kartoniertes Buch
Weitere Details
Herausgeber:
Johann Ulrich
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
224 S.
Format (T/L/B):
2 x 24 x 17 cm

Hersteller:
avant-verlag GmbH
Stephan Pless
service@avant-verlag.de
Weichselplatz 3-4 HH
DE 12045 Berlin
www.avant-verlag.de

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Zeter und Mordio

Frei nach den Memoiren der Glückel von Hameln

25,00 €

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Unser Tipp für Sie

»Zeter und Mordio« von Jens Cornils basiert auf einem wahren Kriminalfall, der sich 1687 in Hamburg ereignet hat und in den Memoiren der Glückel von Hameln beschrieben wird, einer jüdischen Kauffrau, die seinerzeit dort lebte.

Als zwei jüdische Kaufmänner spurlos verschwinden und im Raum steht, dass sie ermordet wurden, hat die jüdische Gemeinde kaum Möglichkeiten, Ermittlungen aufzunehmen. Jüdische Menschen haben im damaligen Hamburg kaum Rechte und unter der christlichen Bevölkerung ist Antisemitismus weit verbreitet. Nur die junge Rebekka kann sich nicht damit abfinden und begibt sich mit ihrem Ehemann Schmuel auf eine Spurensuche, die sie einmal quer durch Hamburg und das benachbarte Altona führen. 

Die Geschichte ist richtig spannend, aber nirgends gruselig und stellenweise auch lustig. Der Zeichenstil erinnert ein wenig an Asterix und Obelix, und die Figuren mit ihren Knollennasen habe ich alle sofort liebgewonnen. Vor allem Rebekka ist eine sehr coole und mutige Heldin, mit der ich sehr mitgefiebert habe. Und ganz nebenbei lernt man eine Menge über das Hamburg des 17. Jahrhunderts und über die damalige deutsch-jüdische Kultur, und kann sogar ein paar Sätze Plattdeutsch üben. Insgesamt, würde ich sagen, ein sehr interessanter und gleichsam unterhaltsamer Comic für Kleine und Große ab 10 Jahren. Was ich auch sehr cool finde: In Hamburg gibt es einen Rundgang, auf dem man die realen Schauplätze des Comics entdecken kann.

Ein Buchtipp von Luise

Beschreibung

Als ein jüdischer Händler von einem Mitglied einer angesehenen Hamburger Bürgerfamilie ermordet wird, müssen die Mitglieder der jüdischen Gemeinde das Verbrechen hinnehmen, um niemanden gegen sich aufzubringen. Nur die junge Rebekka Lipmann kann sich nicht damit abfinden und beginnt mit ihrem Mann Schmuel Ermittlungen, die sie durch Hinterhofsynagogen, Handelsbörsen, Tavernen und Vergnügungsmeilen des frühen Hamburg führen. Die Geschichte basiert auf einem historischen Kriminalfall von 1687, den Glückel von Hameln in ihren Memoiren schildert. Glückel von Hameln, geboren 1647 als Glikl bas Judah Leib, wurde früh mit dem nur wenige Jahre älteren Chajim verheiratet. 1691 starb Chajim und hinterließ Glikl das verschuldete Geschäft und 14 Kinder, von denen acht noch unverheiratet waren. Um nicht endgültig dem Trübsal zu verfallen, wie sie ihre Autobiografie einleitet, beginnt Glikl ihr Leben aufzuschreiben. Ihre Memoiren sind eine herausragende Quelle für die Erforschung deutsch-jüdischer Geschichte und Kultur. Jens Cornils ist Finalist beim Comicbuchpreis 2024 der Berthold Leibinger Stiftung.
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