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ISBN/EAN: 978-3-406-82180-6
Einband: gebundenes Buch
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Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
720 S.
Format (T/L/B):
4.6 x 22.2 x 15.4 cm

Hersteller:
Verlag C.H.Beck GmbH & Co. KG
produktsicherheit@beck.de
Wilhelmstraße 9
DE 80801 München


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Der Bauernkrieg

Geschichte einer wilden Handlung

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Unser Tipp für Sie

Im Mai gibt es flankierend zur Veranstaltung am 27. Mai ein thematisches Schaufenster zum »Deutschen Bauernkrieg«. 

In diesem Jahr können wir ein halbes Jahrhundert zurückblicken auf die »Revolution des Gemeinen Mannes«. So bezeichnete der Historiker Peter Blickle die Erhebungen nicht nur von Bauern sondern auch auch armen Städtern und Bergmännern gegen die Macht der Katholischen Kirche und des Adels. Im Frühjahr 1524 erhoben sich mehrere hundert Bauern im heutigen Baden-Württemberg, später in der Nähe von Nürnberg und kurz darauf im thüringischen Mühlhausen. Mit Beginn 1525 wuchsen die Verbindungen der Aufständischen auf mehrere Tausende an, so auch in Thüringen. Ende April entwickelte sich um Frankenhausen ein Zentrum der Aufstände. Diese wurden mit der Schlacht um Frankenhausen am 15. Mai 1525 durch adlige Truppen blutig niedergeschlagen. Thomas Müntzer, christlicher Reformator und einer der Aufständigen-Anführer, wurde gefangen genommen und in Mühlhausen am 27. Mai 1525 durch Enthauptung öffentlich hingerichtet.

Thomas Müntzer war anfänglich Anhänger Martin Luthers und dessen Reformationsideen. Diese gingen ihm jedoch nicht weit genug. Und so nahmen beide unterschiedliche Lebenswege. Auch wenn 2025 nicht als breit inszeniertes »Müntzerjahr« begangen wird wie 2017 das »Lutherjahr« zum 500-jährigen Jubiläum von Thesenanschlag und Reformation, lohnt es sich, mit den sozialen Veränderungsbewegungen und Thomas Müntzer zu beschäftigen. Wir befinden uns in Halle einerseits sehr nah an historischen Orten wie etwa Allstedt, Bad Frankenhausen oder Mühlhausen. Und gleichzeitig könnte manches aktueller erscheinen als gedacht.

Lesen Sie unsere vollständige Rezension

Beschreibung

Der Bauernkrieg - Aus den Quellen neu erzählt von Gerd Schwerhoff Der Bauernkrieg von 1525 gilt als die größte Erhebung in Europa vor der Französischen Revolution. Er wurde als Aufstand für die Einheit der Deutschen, frühbürgerliche Revolution und Revolution des gemeinen Mannes gedeutet. Gerd Schwerhoff hat die Quellen neu gelesen und beschreibt anschaulich, was vor 500 Jahren geschah. Wer künftig über den Bauernkrieg mitreden will, wird an dieser fesselnden Darstellung nicht vorbeikommen. Herbst 1524: Befeuert durch die Botschaft der Reformatoren beginnt im deutschen Südwesten ein Aufstand, der im Frühjahr 1525 fast den ganzen Süden des Reiches erfasst hat. Überall organisieren sich die Bauern und die mit ihnen sympathisierenden Stadtbewohner in großen 'Haufen'. Sie zerstören Klöster, brennen Burgen nieder und zwingen Herren, Grafen und sogar Fürsten in ihre 'brüderliche Vereinigung'. Fast überall fordern sie die Beseitigung der Kirche als weltlicher Machtfaktor. Die Herrschenden sind zunächst uneins, aber dann läuft die militärische Maschinerie des mächtigen Schwäbischen Bundes an. Die Bauern verlieren entscheidende Schlachten, viele werden gnadenlos massakriert, aber einigen Herrschenden dämmert auch, dass pure Repression zu wenig ist. Zeitgenossen haben die Ereignisse als 'wilde Handlung' wahrgenommen. Gerd Schwerhoff versteht es meisterhaft, den ganz unterschiedlichen Schauplätzen gerecht zu werden und ein neues farbiges Gesamtbild zu zeichnen. Die mit weitreichenden Deutungen übertünchten Ereignisse erscheinen so in ganz neuem Licht. 500. Jahrestag 2025 ?Die radikalste Tatsache der deutschen Geschichte.? Karl Marx Seit Jahrzehnten die erste Neurekonstruktion der Ereignisse aus den Quellen Fesselnd erzählt von einem führenden Experten

Über Gerd Schwerhoff

GERD SCHWERHOFF ist Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Technischen Universität Dresden.