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ISBN/EAN: 978-3-442-71887-0
Einband: Paperback
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Originaltitel:
Invisible Women. Exposing data in a world designed for men
Übersetzer:
Stephanie Singh
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
496 S.
Format (T/L/B):
4 x 20.7 x 13.6 cm

Hersteller:
Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH
produktsicherheit@penguinrandomhouse.de
Neumarkter Straße 28
DE 81673 München


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Unsichtbare Frauen

Wie eine von Daten beherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert

20,00 €

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Unser Tipp für Sie

Der 8. März wird den meisten von euch unter dem Begriff »Weltfrauentag« bekannt sein. Wie viele andere bezeichne ich ihn allerdings als feministischen Kampftag. Der Fokus sollte nämlich nicht darauf liegen, Frauen an einem von 365 Tagen Blumen zu schenken und einmal nett Danke zu sagen für die Care-Arbeit, die von ihnen das ganze Jahr über
verrichtet und stellenweise sogar verlangt wird. Stattdessen soll genau auf solche Ungleichheiten aufmerksam gemacht, und diese im besten Fall langfristig verändert werden. Deshalb will ich euch an dieser Stelle einiges an Literatur vorstellen, die euch heute und auch das restliche Jahr über mit dem notwendigen Wissen und Handwerkszeug für den Kampf gegen das Patriarchat und die gegenseitige Unterstützung versorgen.

Feministische Grundlagenliteratur wie »Die letzten Tage des Patriarchats« (Margarete Stokowski) und »Unlearn Patriarchy« (Hrsg. Lisa Jaspers, Naomi Ryland, Silvie Horch) möchte ich nur am Rande erwähnen. Lieber lenke ich das Augenmerk auf ein paar spezifischere Auseinandersetzungen.

• Aufrüttelnde Zahlen, Daten und Fakten findet ihr in »Unsichtbare Frauen« (Caroline Criado Perez)
• »Die Erschöpfung der Frauen« (Franziska Schutzbach) legt den Schwerpunkt auf eben jene titelgebende Erschöpfung, die das (Über)Leben im Patriarchat nach sich ziehen kann. Care-Arbeit, ständige Vorsicht bzw. Sicherheitsverhalten und dem Druck von Schönheitsidealen entsprechen zu müssen, belastet und beeinflusst das Leben als Frau* ungemein.
• »Alle drei Tage« (Laura Backes, Margherita Bettoni) beschäftigt sich mit dem Thema Femizid und warum der gesellschaftliche Umgang damit mehr als problematisch ist.
• »Toxische Weiblichkeit« (Sophia Fritz) liefert erfrischende neue Ansätze in der häufig festgefahrenen Debatte um das richtige Verhalten von Frauen*
untereinander sowie im Umgang mit dem Patriarchat und bewertet den polarisierenden Begriff »toxisch« neu.

Natürlich komme ich beim Thema Feminismus nicht umhin, Mareike Fallwickl zu erwähnen. »Die Wut die bleibt« ist für mich inzwischen ein echter Klassiker geworden und auch »Und alle so still« fügt sich nahtlos in die Reihe aktueller Erzählungen voller weiblicher Power ein. Man mag glauben, dies seien die einzigen Romane mit feministischem Inhalt, so oft wie ich sie euch unter die Nase halte. Aber keine Sorge, dem ist natürlich nicht so!

Die dystopisch (oder utopisch?) anmutende Geschichte »Die Gabe« (Naomi Alderman) erzählt zum Beispiel davon, wie Frauen auf der ganzen Welt unverhofft die Fähigkeit erhalten, anderen Schmerzen zuzufügen; die Männer werden plötzlich zum schwachen Geschlecht und somit verändern sich viele Dinge radikal – aber verändert sich damit auch die grundlegende gesellschaftliche Struktur?

Leider bleibt auch der Literaturbetrieb nicht verschont von Vorurteilen, Glasdecken und Unterdrückung. Diese beschreibt Nicole Seifert in »Frauenliteratur« und liefert neben wichtigen (und teilweise erschreckenden) Fakten die Inspiration, vergessene bzw. verdrängte Autorinnen wiederzuentdecken, gleich mit. Das könnt ihr zum Beispiel mit Hilfe der Anthologie »Unter Frauen: Geschichten vom Lesen und Verehren« (Hrsg. Anna Humbert und Linda Vogt) tun.

An aufklärender, feministischer Literatur mangelt es also nicht. Ich wünsche euch empowernde Lesestunden, im März und darüber hinaus. Schließlich ist jeden Tag feministischer Kampftag.

Von Katha

Lesen Sie unsere vollständige Rezension

Beschreibung

Ein kraftvolles und provokantes Plädoyer für Veränderung! Unsere Welt ist von Männern für Männer gemacht und tendiert dazu, die Hälfte der Bevölkerung zu ignorieren. Caroline Criado-Perez erklärt, wie dieses System funktioniert. Sie legt die geschlechtsspezifischen Unterschiede bei der Erhebung wissenschaftlicher Daten offen. Die so entstandene Wissenslücke liegt der kontinuierlichen und systematischen Diskriminierung von Frauen zugrunde und erzeugt eine unsichtbare Verzerrung, die sich stark auf das Leben von Frauen auswirkt. Kraftvoll und provokant plädiert Criado-Perez für einen Wandel dieses Systems und lässt uns die Welt mit neuen Augen sehen.

Über Caroline Criado-Perez

Caroline Criado Perez, 1984 geboren, ist Autorin und Rundfunkjournalistin. Sie publiziert u.a. im New Statesman und im Guardian und hält regelmäßig Vorträge. Ihr erstes Buch 'Do it Like a Woman' wurde von den Medien als 'ein eindringlicher journalistischer Text' und zu einem der 'Bücher des Jahres' des Guardian gekürt, 'alle jungen Mädchen und Frauen sollten ein Exemplar besitzen'. Als eine der international bedeutendsten feministischen Aktivistinnen ihrer Zeit wurde Criado Perez mehrfach mit Preisen ausgezeichnet. Zu ihren bekanntesten Kampagnen-Erfolgen gehören die Mitfinanzierung der Website Women's Room, der Abdruck einer Frau auf britischen Banknoten, die Verpflichtung von Twitter, seinen Umgang mit dem Thema Missbrauch zu ändern, und die Aufstellung einer Statue der Frauenrechtlerin Millicent Fawcett auf dem Parliament Square. 2013 wurde Caroline Criado Perez zum Human Rights Campaigner of the Year ernannt. Seit 2015 ist sie Officer of the Order of the British Empire (OBE). Sie lebt in London.
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