Details

ISBN/EAN: 978-3-7499-0236-1
Einband: gebundenes Buch
Weitere Details
Originaltitel:
All About Love: New Visions
Übersetzer:
Heike Schlatterer
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
304 S.
Format (T/L/B):
2.5 x 18.9 x 12.4 cm

Hersteller:
Verlagsgruppe HarperCollins Deutschland GmbH
info@harpercollins.de
Valentinskamp 24
DE 20354 Hamburg


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Alles über Liebe

New York Times-BESTSELLER - Deutsche Ausgabe von TikTok-Liebling 'All About Love' - Beziehung - Partnerschaft - Persönliche Entwicklung

22,00 €

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Unser Tipp für Sie

Mit dem Februar erwartet uns nicht nur die zarte Hoffnung auf den Frühling, sondern auch der Valentinstag. Romantik, Paarbeziehungen und die »große Liebe« werden in der Literatur wie auch in der Gesellschaft häufig thematisiert und idealisiert.

Da dies also an anderer Stelle schon zur Genüge getan wird, möchte ich den (literarischen) Fokus hier auf die oftmals weniger zelebrierten, aber nicht weniger wichtigen Aspekte und Formen der Liebe legen.

Die Literaturwissenschaftlerin und Aktivistin bell hooks untersucht in »Alles über Liebe – Neue Sichtweisen« gängige Vorstellungen davon, wie (romantische) Liebe auszusehen hat, setzt dies in Zusammenhang mit unserer westlichen Kultur und dem Patriarchat. Sie beleuchtet typische Konzepte wie die heteronormative Kernfamilie, Besitzansprüche sowie die Annahme, Liebe sei nur ein Gefühl statt (auch) eine Entscheidung, kritisch. 
Es klingt dabei an, dass diese unter Umständen weder ausreichend noch förderlich für das Wohlbefinden und Wachsen zwischenmenschlicher Beziehungen sind.
Sie kommt so zu dem Schluss, dass eine große Bedeutung, ja sogar eine Notwendigkeit auf der Kultivierung von kollektivem Zusammenhalt und Gemeinschaft liegen muss. Das bedeutet nicht zwingend eine Abkehr von der bekannten Paar-Beziehung, sondern eher eine zusätzliche Offenheit gegenüber anderen, ebenso tragfähigen zwischenmenschlichen Verbindungen.  

Es ist ein außergewöhnlich kluger, augenöffnender Text. Wer weitere Sachbücher lesen möchte, die sich kritisch mit der Liebe im Kapitalismus auseinandersetzen, ohne dabei trost- oder hoffnungslos zu sein, dem*der kann ich die Texte von Eva Illouz (z.B. »Warum Liebe weh tut«) und Sarah Diehl (»Die Freiheit, allein zu sein«) wärmstens ans Herz legen.

Romane wie »Morgen, Morgen und wieder Morgen« (Gabrielle Zevin), »Meine geniale Freundin« (Elena Ferrante) und »First Love: Essays on Friendship« (Lilly Dancyger, nur Englisch) stellen freundschaftliche Beziehungen mit all ihren Besonderheiten, Ritualen und auch Konflikten in den Mittelpunkt. Sie zeichnen ganz verschiedene, inspirierende Bilder davon, wie wertvoll und wichtig das Aufgefangen-Sein in einer Freundschaft wirkt und erzählen vom Finden und Wieder-Finden von Herzenspersonen über das Leben hinweg. »Blue Sisters« (Coco Mellors) verhandelt die mal mehr, mal weniger enge Beziehung von drei Schwestern und ihren Umgang mit dem Tod eines Familienmitglieds auf melancholisch-schöne Weise. Dieses Buch zeigt uns, wie die Liebe unter Schwestern durch das Leben tragen, und das Leben ertragen helfen kann.

Wie ihr seht, muss es also am Valentinstag gar nicht zwingend um rote Rosen, filmreife Kussszenen oder herzerweichende Liebesromane gehen, auch wenn diese natürlich auch ihren Platz und ihre Berechtigung haben. Vielmehr können wir ihn zum Anlass nehmen, dankbar für alle Formen der Hingabe zu sein, die auf ganz unterschiedliche Weise unsere Leben bereichern.

Schließlich eint uns noch eine weitere Liebe: die zur Literatur. Ich lade euch deshalb ein, in diesem Monat vielleicht ein Buch eures*eurer Lieblingsautor*in hervorzukramen und darin zu schmökern. Ich wünsche euch, dass ihr euch dabei oder im Gespräch und (ganz nach bell hooks) der Gesellschaft anderer Buchliebhaber*innen, immer wieder neu in das geschriebene Wort verliebt. 

Von Katharina

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Beschreibung

'Wir brauchen eine Karte, die uns bei unserer Reise zur Liebe den Weg weist - und sie beginnt damit, dass wir wissen, was wir meinen, wenn wir von Liebe reden.' In ihrem provokativen und zutiefst persönlichen Werk entwirft die bekannte Wissenschaftlerin, Kulturkritikerin und Feministin eine neue Ethik für unsere Gesellschaft der Lieblosigkeit - eine polarisierte Gesellschaft, so bell hooks, der es nicht etwa an Romantik mangelt, sondern an Fürsorge, Anteilnahme und Gemeinschaft. An einem Leitbild für die Liebe. Wie können wir die Kluft überwinden, die uns trennt, und unser kulturelles Paradigma ändern, das Liebe in Sehnsucht und Sex erfüllt sieht? Wie können wir wieder echte Anteilnahme lernen und das gemeinschaftliche Leben in unseren Familien, Schulen oder Arbeitsplätzen festigen? Mit scharfem Verstand stellt sich bell hooks der schwierigen Frage, was Liebe bedeutet. Ihre Antworten sind immer bestechend und treffen bis ins Mark. Und am Ende erschließt sich eine neue Sicht auf die Liebe: einer angstbefreiten Liebe, die von sakraler Kraft getragen, erlösend und heilsam ist - nicht nur heilsam für Individuen, sondern für eine ganze, in sich gespaltene Nation. 'Ein warmherziger Beweis, dass Liebe möglich ist. New York Times Book Review

Über bell hooks

BELL HOOKS, geboren am 25. September 1952 als Gloria Watkins in Hopkinsville, Kentucky, war eine US-amerikanische Literaturwissenschaftlerin und Aktivistin. Seit den 1970er-Jahren zählt sie zu den bedeutendsten Stimmen für Frauen- und Bürgerrechte. Sie unterrichtete u. a. an der Yale-Universität und am Oberlin College und lehrte zuletzt als Professorin am Berea College, Kentucky. bell hooks ist der Name ihrer indigenen Großmutter und war ihr Pseudonym. bell hooks starb am 15. Dezember 2021 in Kentucky.

Schlagzeile

'Ein warmherziger Beweis, dass Liebe möglich ist.' New York Times Book Review

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