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25.03.2025
Deutsch
208 S.
2 x 21 x 13.4 cm
Verlagsgruppe HarperCollins Deutschland GmbH
info@harpercollins.de
Valentinskamp 24
DE 20354 Hamburg
Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft
Roman - Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2025 - Gewinnerin des open mike 2019 I Shortlist Puchheimer Literaturpreis 2025
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Unser Tipp für Sie
Vier besondere Bücher, in denen Wälder eine wichtige Rolle spielen
Neben den Meeren sind Wälder wahrscheinlich die Landschaft, die am häufigsten Eingang in Romane findet. Wälder faszinieren Menschen seit eh und je, sind Teil unserer Sehnsüchte aber auch unserer größten Ängste. Wälder können undurchdringlich und gefährlich sein, Tatorte für Verbrechen und düstere Geheimnisse. Aber sie bieten auch Schutz und Geborgenheit, sind Zufluchtsort und Heimat. Wir möchten euch hier vier waldreiche Titel vorstellen, die uns besonders gut gefallen haben.
»Der Gott des Waldes« von Liz Moore
Dieses Buch ist viel mehr, als ein Krimi. Der Roman spielt im Sommer 1975 in den Wäldern der Adirondack Mountains: Die 13-jährige Barbara Van Laar verschwindet spurlos aus einem Feriencamp, das ihre reiche Familie betreibt – und das bereits 14 Jahre zuvor durch das Rätsel um den Bruder Bear erschüttert wurde. Aus verschiedenen Perspektiven – darunter Camp-Betreuerinnen, eine junge Ermittlerin, Familienmitglieder – entfaltet sich ein vielschichtiges Bild. Moore verwebt dabei die soziale Kluft zwischen den privilegierten Van Laars und dem arbeitenden Milieu, deckt Machtmissbrauch, Klassenunterschiede und verdrängte Geheimnisse auf.
Durch die verschiedenen Perspektiven entwickelt dieser Roman einen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte. Eine absolute Empfehlung für alle, die sich gern packen lassen, dabei aber nicht auf inhaltliche Tiefe verzichten möchten und einen hervorragend konstruierten Plot zu schätzen wissen! (Theresa)
»Schattengrünes Tal« von Kristina Hauff
In diesem spannenden Roman wird ein kleines idyllisches Dörfchen im Schwarzwald Schauplatz einer fein säuberlich geplanten Intrige und eines bösen Racheplans. Im dunklen Tal, zwischen Bäumen und Berghängen spinnt sich ein düsteres Netz, das sich immer enger um die Protagonistin Lisa zuzieht.
Lisa wohnt mit ihrem Ehemann in einem kleinen Häuschen am Dorfrand. Am Hang gegenüber steht das Hotel ihrer Eltern, das jetzt nur noch von ihrem Vater geleitet wird und immer mehr herunterkommt. Nur noch wenige Gäste verirren sich in die ausgestorbenen Korridore des alten Gebäudes. Bis die geheimnisvolle Daniela auftaucht, in das Hotel »Zum alten Forsthaus« einzieht und sich immer mehr in das Leben, die Ehe und die Freundschaften von Lisa einmischt. Und jetzt ist in Lisas Leben nichts mehr so, wie es mal war.
Der Schwarzwald ist hier die perfekte Kulisse für dunkle Machenschaften und Geheimnisse, aber auch für wunderschö
ne Natur- und Dorfgemeinschaftsmomente. (Henriette)
»Stammzellen« von Alina Lindermuth
In einer nicht allzu fernen Zukunft breitet sich weltweit die Dendrose aus und verwandelt Menschen in Bäume – die Anthrodendren. Von Hornhaut an den Zehen über das Zusammenwachsen der Beine, die Versteifung der Gelenke bis hin zum vollständigen Rindenüberzug und schließlich der Verpflanzung in die Erde beschreibt Alina Lindermuth fast zu genau, wie der Mensch zum Baum wird. Wissenschaftlich lässt sich das Phänomen nicht erklären, und so scheint die Krise unaufhaltsam. Mittendrin verliebt sich Dendrose-Spezialistin Ronja in Elio, mit dem sie eine Zukunft plant, bis die beiden plötzlich auch persönlich von der Dendrose betroffen sind.
»Stammzellen« hat mich komplett abgeholt und sehr gut unterhalten. Es liest sich wie ein Schmöker, teilweise beinahe kitschig, und behandelt gleichzeitig so viele interessante und gesellschaftspolitische Themen, über die ich noch lange nach der Lektüre nachgedacht habe; Wohin mit all den Bäumen, die unsere Verwandten waren (oder sind)? Wer hat Platz für die Verpflanzung, wer nicht mal einen Balkon zur Verfügung? Wie reagiert das kapitalistische System auf die neuen Umstände? Wie wird das Phänomen für politische Mobilisierung gegen bestimmte Gruppen eingesetzt? Und was ist überhaupt los? Schlägt die Natur zurück? (Darlene)
»Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft« von Fiona Sironic
Es ist heiß. Era lebt mit ihrer Mutter in einer Hütte am Waldrand, denn in der Stadt geht es nicht mehr lange gut. Während sie mit Stift und Klebeband das Aussterben der Vögel dokumentiert, sprengt ihr Crush, Tochter von Mumfluencerinnen, anonym im Stream Festplatten in die Luft. Natürlich entwickelt sich da was, und der nächste Waldbrand lässt nicht lange auf sich warten. Dystopie mit coolen Ideen und experimentellem Sound, die zugleich ziemlich aktuell ist und mir großen Spaß gemacht hat. (Jonas)