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ISBN/EAN: 978-3-8012-0691-8
Einband: gebundenes Buch
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Auflage:
1. Auflage 2025
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
304 S.
Format (T/L/B):
2.3 x 21.3 x 14.8 cm

Hersteller:
Verlag J.H.W. Dietz Nachf. GmbH
info@dietz-verlag.de
Dreizehnmorgenweg 24
DE 53175 Bonn


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Die Niederschlagung des Bauernkriegs 1525

Beginn einer deutschen Gewaltgeschichte

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Unser Tipp für Sie

Im Mai gibt es flankierend zur Veranstaltung am 27. Mai ein thematisches Schaufenster zum »Deutschen Bauernkrieg«. 

In diesem Jahr können wir ein halbes Jahrhundert zurückblicken auf die »Revolution des Gemeinen Mannes«. So bezeichnete der Historiker Peter Blickle die Erhebungen nicht nur von Bauern sondern auch auch armen Städtern und Bergmännern gegen die Macht der Katholischen Kirche und des Adels. Im Frühjahr 1524 erhoben sich mehrere hundert Bauern im heutigen Baden-Württemberg, später in der Nähe von Nürnberg und kurz darauf im thüringischen Mühlhausen. Mit Beginn 1525 wuchsen die Verbindungen der Aufständischen auf mehrere Tausende an, so auch in Thüringen. Ende April entwickelte sich um Frankenhausen ein Zentrum der Aufstände. Diese wurden mit der Schlacht um Frankenhausen am 15. Mai 1525 durch adlige Truppen blutig niedergeschlagen. Thomas Müntzer, christlicher Reformator und einer der Aufständigen-Anführer, wurde gefangen genommen und in Mühlhausen am 27. Mai 1525 durch Enthauptung öffentlich hingerichtet.

Thomas Müntzer war anfänglich Anhänger Martin Luthers und dessen Reformationsideen. Diese gingen ihm jedoch nicht weit genug. Und so nahmen beide unterschiedliche Lebenswege. Auch wenn 2025 nicht als breit inszeniertes »Müntzerjahr« begangen wird wie 2017 das »Lutherjahr« zum 500-jährigen Jubiläum von Thesenanschlag und Reformation, lohnt es sich, mit den sozialen Veränderungsbewegungen und Thomas Müntzer zu beschäftigen. Wir befinden uns in Halle einerseits sehr nah an historischen Orten wie etwa Allstedt, Bad Frankenhausen oder Mühlhausen. Und gleichzeitig könnte manches aktueller erscheinen als gedacht.

Lesen Sie unsere vollständige Rezension

Beschreibung

Die brutale Niederschlagung des Bauernkriegs war der Anfang einer langen Geschichte rücksichtsloser Gewalt der deutschen Obrigkeiten: von den autoritären Feudalstaaten der frühen Neuzeit über Preußen bis in die NS-Diktatur. 1525 begann Deutschlands Weg in die Untertanengesellschaft, woran auch Martin Luther seinen Anteil hatte. Die entfesselte Gewalt deutscher Herren gegen ihre Untertanen und gegen frühe Forderungen demokratischer Teilhabe legte den Keim für eine Tradition der Unfreiheit und Unterdrückung. Der Volksaufstand im Jahr 1525 wollte einer gerechteren und freieren Gesellschaft den Weg bereiten. In 'Zwölf Artikeln' formulierten Angehörige der unteren Schichten, was sie von ihrer Herrschaft erwarteten. Die Antwort war blutig. Massaker, Straf- und Rachefeldzüge des Adels beendeten jede Hoffnung auf Veränderung der gesellschaftlichen Verhältnisse und löschten die Aufständischen und ihre Familien regelrecht aus. Peter Seibert, Literaturhistoriker und Medienwissenschaftler, rückt erstmals auch die Rolle der Frauen in diesem Krieg in den Fokus und schildert das bedrückende Ausmaß der ersten Erfahrung von Flucht und Exil in der frühen deutschen Neuzeit.
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