Details

ISBN/EAN: 978-3-86962-094-7
Einband: kartoniertes Buch
Weitere Details
Herausgeber:
Olaf Sanders , Rainer Winter
Auflage:
1. Auflage 2015
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
310 S.
Format (T/L/B):
1.8 x 21.3 x 14.2 cm

Hersteller:
Herbert von Halem Verlag
Herbert von Halem
produktsicherheit@halem-verlag.de
Boisseréestr. 9-11
DE 50674 Köln


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Bewegungsbilder nach Deleuze

Klagenfurter Beiträge zur Visuellen Kultur 4

28,50 €

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Beschreibung

Gilles Deleuze veröffentlichte in den 1980er-Jahren zwei Bücher über das Kino: Das Bewegungs-Bild und Das Zeit-Bild. Diese Bücher entfalten eine Taxonomie der Filmbilder und ihrer Zeichen, die zur Weiterarbeit und -nutzung einlädt. Deleuze, der keine Filmgeschichte vorlegen wollte, rekonstruiert sie beiläufig trotzdem und thematisiert einige hundert Filme. Er wendet sich der Frühzeit des Kinos ebenso zu wie den Avantgarden der 1970er-Jahre. Zugleich setzen sich seine Bücher mit den Arbeiten Bergsons und Peirces auseinander und weisen enge Bezüge zur eigenen Spätphilosophie auf, die Deleuzes zum Teil in Kooperation mit Félix Guattari entwickelt hat. Dies erklärt, warum es in den Büchern um viel mehr geht als nur ums Kino - u. a. um Leben, Werden, Wissenschaft und Denken. Es erklärt auch, warum Deleuzes Kino-Philosophie in der Filmwissenschaft als schwer zugänglich gilt - ein Eindruck, der durch die uneinheitlichen Übersetzungen der beiden Bände verstärkt wird. So verwundert es kaum, dass die deutschsprachige Rezeption im Vergleich zur anglo-amerikanischen, von wenigen Ausnahmen abgesehen, insgesamt schleppend verläuft. Bewegungsbilder nach Deleuze vereint die Beiträge des Klagenfurter Symposions 2012, die sich mit der Entwicklung der Film- und Kinobilder seit 1985 beschäftigen und deren Ziel es war und ist, dem deutschsprachigen Diskurs Anstöße zu geben und Deleuze, der keine Schule gründen wollte, gerecht zu werden, indem sie versuchen, ihn weiter zu denken.

Über Olaf Sanders, Rainer Winter

Olaf Sanders (*1967, Dr. phil.) ist seit dem Wintersemester 2013/14 Professor für Systematische Erziehungswissenschaft an die TU Dresden. Zuvor hat er nach Stationen als Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Hamburg und Lecturer and der Universität zu Köln für drei Semester die Professur für Allgemeine Erziehungswissenschaft an der Eberhard Karls Universität Tübingen vertreten. Im Wintersemester 2013/14 lehrte er als Gastprofessor zugleich am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Alpen-Adria-Universität in Klagenfurt. Olaf Sanders habilitierte sich 2010 an der Universität zu Köln mit einer Arbeit zu Deleuzes Pädagogiken. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Bildungsphilosophie, Theorien populärer Kulturen und Medien sowie Filmbildungsforschung.
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