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ISBN/EAN: 978-3-96285-073-9
Einband: gebundenes Buch
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Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
168 S.
Format (T/L/B):
1.4 x 21 x 14.1 cm

Hersteller:
KonnoPrint UG (haftungsbeschränkt)
Bastian Salier
info@salierverlag.de
Eichberg 21
DE 98673 Eisfeld


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1525

Thomas Müntzer und die Revolution des gemeinen Mannes

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Unser Tipp für Sie

Im Mai gibt es flankierend zur Veranstaltung am 27. Mai ein thematisches Schaufenster zum »Deutschen Bauernkrieg«. 

In diesem Jahr können wir ein halbes Jahrhundert zurückblicken auf die »Revolution des Gemeinen Mannes«. So bezeichnete der Historiker Peter Blickle die Erhebungen nicht nur von Bauern sondern auch auch armen Städtern und Bergmännern gegen die Macht der Katholischen Kirche und des Adels. Im Frühjahr 1524 erhoben sich mehrere hundert Bauern im heutigen Baden-Württemberg, später in der Nähe von Nürnberg und kurz darauf im thüringischen Mühlhausen. Mit Beginn 1525 wuchsen die Verbindungen der Aufständischen auf mehrere Tausende an, so auch in Thüringen. Ende April entwickelte sich um Frankenhausen ein Zentrum der Aufstände. Diese wurden mit der Schlacht um Frankenhausen am 15. Mai 1525 durch adlige Truppen blutig niedergeschlagen. Thomas Müntzer, christlicher Reformator und einer der Aufständigen-Anführer, wurde gefangen genommen und in Mühlhausen am 27. Mai 1525 durch Enthauptung öffentlich hingerichtet.

Thomas Müntzer war anfänglich Anhänger Martin Luthers und dessen Reformationsideen. Diese gingen ihm jedoch nicht weit genug. Und so nahmen beide unterschiedliche Lebenswege. Auch wenn 2025 nicht als breit inszeniertes »Müntzerjahr« begangen wird wie 2017 das »Lutherjahr« zum 500-jährigen Jubiläum von Thesenanschlag und Reformation, lohnt es sich, mit den sozialen Veränderungsbewegungen und Thomas Müntzer zu beschäftigen. Wir befinden uns in Halle einerseits sehr nah an historischen Orten wie etwa Allstedt, Bad Frankenhausen oder Mühlhausen. Und gleichzeitig könnte manches aktueller erscheinen als gedacht.

Lesen Sie unsere vollständige Rezension

Beschreibung

Fanatiker oder Freiheitskämpfer: Über keine andere Person der Reformationszeit wurde derart heftig diskutiert wie über Thomas Müntzer. Die einen erklärten ihn zum mystischen Schwärmer, andere zum Theologen auf Abwegen, zum Utopisten oder Revolutionär mit Regenbogenfahne. Müntzers Leben war eng verbunden mit dem Deutschen Bauernkrieg. Seine Hinrichtung nach verlorener Schlacht von Frankenhausen 1525 bildete den Zenit wie das Fanal der Aufstandsbewegung. Müntzer wurde zum Streitpunkt der Historiker in Ost und West und zum Symbol, auf das sich selbst lateinamerikanische Befreiungstheologen beziehen. Müntzer steht für ein uneingelöstes Versprechen. Denn die Revolution des gemeinen Mannes stellte nichts Geringeres dar als ein frühes Ringen ums demokratische Gemeinwesen. Damals gestellte Sinn- und Gerechtigkeitsfragen bleiben 500 Jahre später aktuell. All das behandelt das Buch. Nach knapper Skizze der Ereignisse und Müntzers Wirken räumt es mit einigen Missverständnissen auf und geht den Folgen nach. 1525 wird zur Folie, Krisenzeiten und Gesellschaft in Bewegung zu betrachten.
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