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ISBN/EAN: 978-3-9899888-6-6
Format: EPUB
DRM: Nicht vorhanden
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Auflage:
2. Auflage 2025
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
277 S., 0.92 MB
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Seduce me if you dare

eBook - Eine spicy Office Romance, Überarbeitete Ausgabe, Überarbeitete Ausgabe

7,99 €
inkl. MwSt.

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Beschreibung

Für Nate ist Amelia nur eine Wette– bis sie ihm zeigt, dass Gefühle sich nicht planen lassen
Die spicy Office Romance voller Leidenschaft und Versuchung

Ein geplatzter Traum und ein gewagtes Spiel für Nate Westbrook: Sein Kollege Parker hat ihm den kommenden Großauftrag weggeschnappt. Doch anstatt Nates Niederlage zu feiern, schlägt Parker eine Wette vor: Wenn Nate es schafft, die distanzierte und unnahbare Kollegin Amelia Heart für sich zu gewinnen, gehört der Auftrag ihm. Um seine Karriere zu retten, setzt Nate alles daran, Amelias harte Schale zu knacken. Ein Plan, der einfacher klingt, als er ist. Denn Amelia ist immun gegen selbstsichere Machos wie Nate. Und dennoch, etwas an Nates Nähe bringt ihren Puls durcheinander. Kann sie der Versuchung widerstehen, oder riskieren beide mehr, als sie jemals geplant haben?

Dies ist eineüberarbeitete Neuausgabe des bereits erschienenen TitelsOffice Desires.

Erste Leser:innenstimmen
„Charmant, humorvoll und unwiderstehlich.“
„Amelia und Nate sind das perfekte Paar für eine prickelnde Liebesgeschichte.“
„Witzig, erotisch und mit genau der richtigen Prise Drama!“>

„Ein Erotikroman so verführend, dass man kaum aufhören kann zu lesen.“

Leseprobe

2. Kapitel

Amelia

Ich parkte meinen nicht mehr ganz makellosen Honda auf dem Parkplatz neben dem Bürokomplex, in dem sich mein Arbeitsplatz in der vierten Etage befand, und stieg aus. Meine Eltern hatten mir den Wagen zu meinem Universitätsabschluss in Harvard geschenkt. Ich fuhr gern Auto, allerdings hatte sich rasch herausgestellt, dass Parkbuchten oder Begrenzungssteine nicht gerade zu meinen besten Freunden zählten.

Flink entledigte ich mich meiner bequemen Sneakers, um in meine High Heels zu schlüpfen, und platzierte die Schuhe anschließend auf der Rückbank, bevor ich die Tür verriegelte. Um mich vor dem strahlenden Sonnenlicht zu schützen, kniff ich die Augen zusammen. Meine alte Sonnenbrille war dem Umzug nach L.A. zum Opfer gefallen und ich hatte es bisher versäumt, mich nach einer neuen umzusehen. An das kalifornische Wetter musste ich mich anscheinend erst noch gewöhnen. In Boston war ich nie ohne Schirm aus dem Haus gegangen und zu meiner Schande musste ich gestehen, dass ich den Regen hier manchmal vermisste. Den Strand aber liebte ich. Besonders an windigen, kühleren Tagen genoss ich das Rauschen der Brandung und das Rufen der Seevögel. Dann kam es mir fast so vor, als wäre ich wieder zu Hause, und ich war glücklich.

Trotzdem hatte ich keine Sekunde gezögert, das Angebot von Todd Millard anzunehmen, nach meinem Uniabschluss in L.A. als Assistentin der Webdesign-Abteilung in einer der renommiertesten Marketingfirmen an der Westküste anzufangen. Endlich würde ich aus Dads Schatten treten und mir einen Namen machen. Das war mein erklärtes Ziel, das ich mir gesteckt und stets vor Augen hatte. Alles andere schien mir momentan nebensächlich und unwichtig.

Ich verließ den Parkplatz und ging an der Sicherheitsschranke vorbei Richtung Straße. Nach wenigen Schritten hatte ich den imposanten Bürokomplex erreicht. Vor dem Eingang blieb ich kurz stehen und blickte ehrfurchtsvoll an der glänzenden Steinfassade mit den verspiegelten Fensterflächen empor. Das Turner Building auf dem Wilshire Boulevard, das nach dem Erbauer Evan Turner, der mit seiner Investmentfirma den obersten Stock des Gebäudes belegte, benannt war, stellte wahrhaftig ein imposantes Bauwerk dar. Ich richtete meine Aufmerksamkeit auf die vierte Etage. Genau dort wartete mein neuer Arbeitsplatz auf mich. Möglicherweise war das Gebäude das eindrucksvollste überhaupt in der Nachbarschaft, die sonst von eher flacheren Bauten dominiert wurde. Der Anblick des Bürokomplexes flößte mir auch nach der achten Arbeitswoche noch Respekt ein.

Zu meiner Schande musste ich gestehen, dass ich mich noch immer wie eine Außenseiterin, ein fremder Eindringling in einer mir unbekannten Welt fühlte. Bisher hatte ich mit keinem meiner Kollegen näher zu tun gehabt. Was auch an mir liegen mochte. Ehrlich gesagt, brannte ich nicht darauf, neue Leute kennenzulernen. Ich war nicht gut darin, Small Talk zu betreiben, und hatte deshalb schon immer ein gutes Buch oder einen gemütlichen Abend mit einem Glas Wein auf der Couch irgendeiner gesellschaftlichen Veranstaltung vorgezogen. Daran hatte sich auch nach der feuchtfröhlichen Geburtstagsfeier meines neuen Arbeitgebers nichts geändert. Weshalb ich dem Himmel für meinen Job vor dem Computer dankte. Der Kontakt zu Kunden fand meist per E-Mail oder Messaging statt, was geradezu perfekt für mich war.

Ich liebte mein zurückgezogenes Leben und hatte es bisher vermieden, auszugehen. Ablenkungen in Form von Dates oder gar Liebeskummer konnte ich wirklich nicht gebrauchen. Zumal ich mit dreiundzwanzig noch alle Zeit der Welt hatte, um Mr Right zu begegnen. Falls der Kerl da draußen überhaupt irgendwo existierte. Bisher hatte ich jedenfalls nur Frösche geküsst. Insofern konnte man behaupten, dass mein Bedarf an Männern – oder Fröschen – erst einmal gedeckt war.

Ich schob den Gedanken an die grünen Tierchen, die es versäumt hatten, sich in einen Prinzen zu verwandeln, beiseite. Entschlossen, das Beste aus diesem neuen Tag zu machen, klemmte ich mir meine lederne Clutch unter den Arm, ging auf das Gebäude zu und betrat die Lobby, eine gelungene Kombination aus Glas, Chrom und Granit. Meine Pfennigabsätze klackerten auf dem anthrazitfarbenen Granitboden, in den winzige Glitzerpartikel eingearbeitet waren und der so geleckt wirkte wie Tante Helens polierter Küchentresen in ihrem Ferienhaus auf Martha’s Vineyard. Ganz so, als hätte man bedenkenlos davon essen können. Nicht, dass ich das je vorgehabt hätte.

Ich hielt dem Sicherheitsbeamten mit der gefurchten Stirn meine ID-Karte unter die Nase, passierte das metallene Drehkreuz und winkte Jam zu, der wie immer hinter dem bogenförmigen Empfangstresen saß und die Morgenzeitung studierte. Eine Vase mit weißen Calla-Lilien schmückte das eine Ende des Tresens, am anderen Ende standen ein Snack- und ein beeindruckender Kaffeeautomat aus Edelstahl. Ein mir inzwischen vertrauter und irgendwie tröstlicher Anblick.

»Hey Lady, wie geht es Ihnen an diesem wunderbaren Morgen?« Jams strahlend weiße Zähne verliehen seinem schwarzen Gesicht einen Touch Dramatik. Noch nie hatte ich einen Tag erlebt, an dem Jam nicht gute Laune versprüht hatte. Er schaffte es jedes Mal, mich zum Lächeln zu bringen, egal, wie ich mich fühlte.

»Mir geht es gut, Jam, und Ihnen?«

Wir wünschten uns gegenseitig einen schönen Tag, bevor ich die Fahrstühle ansteuerte. Ich drückte die Ruftaste und atmete tief durch, während ich wartete, um diese dumme Nervosität abzuschütteln, die mich regelmäßig überfiel, wenn ich morgens das Gebäude betrat. Als müsste ich mich irgendeinem Test unterziehen, um jemandem etwas zu beweisen. Die Anspannung, die ich in meinen Nackenmuskeln spürte, würde sich erst legen, wenn ich an meinem Schreibtisch saß und mich in der Arbeit verlor.

Ein helles Pling machte mich darauf aufmerksam, dass der Lift angekommen war. Lautlos glitt die Tür auf und ich trat in die großzügige Kabine, die locker zehn Personen zu transportieren vermochte. Erfreut stellte ich fest, dass der Aufzug leer war. Es gab nichts Schrecklicheres, als früh morgens Konversation betreiben zu müssen. Ich verabscheute den Austausch von Belanglosigkeiten. Fast so sehr wie Kartoffelbrei und das entsetzlich penetrante Parfüm meiner Dozentin im E-Commerce-Kurs an der Harvard Business School. Diese Zeit lag glücklicherweise hinter mir. Nun hatte das wirkliche Leben begonnen, auch wenn ich mich zuweilen noch etwas schwertat, mich darin zurechtzufinden.

Ich seufzte leise, als ich mein Aussehen in den verspiegelten Wänden überprüfte und meinen schwarzen engen Rock glattstrich. Jetzt bekam ich die Chance, meinem Dad zu beweisen, dass ich etwas draufhatte. Vielleicht würde er mich dann endlich mit anderen Augen sehen – nicht als das hilflose, zarte Mädchen, dessen einzige Ambition seiner Meinung nach darin bestehen sollte, sich einen wohlhabenden Ehemann zu krallen.

Eigentlich konnte ich mich nicht beklagen. Ich hatte eine gute Kindheit gehabt. War behütet aufgewachsen und hatte die beste Ausbildung genossen. Sogar mein Studium hatten mir meine Eltern finanziert. Auch wenn sie es nie aussprachen – in unserer Familie redete man nicht über Gefühle –, wusste ich, dass sie mich liebten. Auf ihre Art. Leider war ich in den Augen meines Dads nicht perfekt: Ich war kein Mann. Seit ich denken konnte, hatte er sich immer eine...

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