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ISBN/EAN: 978-3-0369-6175-0
Einband: kartoniertes Buch
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Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
208 S.
Format (T/L/B):
1.5 x 18.6 x 11.7 cm

Hersteller:
Kein & Aber AG
Kein & Aber Verlag, Württembergallee 12, D-14052 Berlin
berlin@keinundaber.de
Bäckerstrasse 52
CH 8004 Zürich


Importeur:
Kein & Aber Verlag
berlin@keinundaber.de
Württembergallee 12
DE 14052 Berlin

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Unser Tipp für Sie

Vier besondere Bücher, in denen es heiß ist

Die letzte Hitzewelle hier in Halle ist ja zum Glück wieder ein bisschen her, aber wir alle wissen, dass uns Hitze in Zukunft immer häufiger heimsuchen wird. Und da Bücher auch ein Spiegel der Realität sind, haben Hitzewellen längst Eingang in die Belletristik gefunden – auf ganz unterschiedliche Weisen. Wir möchten euch hier vier »heiße« Titel vorstellen, die uns besonders beeindruckt haben.

»Ewig Sommer« von Franziska Gänsler

Staubtrockene Luft, von Asche überzogene Wiesen und graue Flocken auf den Gartenmöbeln – obwohl es bereits Oktober ist, brennen die Wälder um den kleinen Ort Bad Heim. Seit Wochen hat sich kein Mensch in die Region gewagt und im Hotel Bad Heim eingecheckt. Dann steht eine junge Frau mit ihrer kleinen Tochter vor der Tür. Die Hotelbesitzerin Iris ahnt sofort, dass etwas nicht stimmt. Was verschlägt die beiden ins Brandgebiet? 

Als 2022 Franziska Gänslers »Ewig Sommer« erschien, musste ich es an einem Stück durchlesen und empfehle es seitdem immer wieder als Sommerbuch. Der Text entwickelt einen derartigen Sog, dass ich ihn einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Sprache ist total klar und präzise und schafft eine bedrohliche, hitzige Atmosphäre. Poetisch, fesselnd und definitv mehr als nur ein Klimaroman! (Darlene)

»Hitze« von Victor Jestin 

Der Sommer, den man niemals vergisst – das Coming-of-Age-Klischee kippt hier für den 17 jährigen Léonard allerdings über die übliche Melancholie hinaus in eine ganz düstere Richtung und liest sich dadurch erfrischend zwischen den gewohnten Genre-Handlungen. Erwachsenwerden und Selbstsuche in flirrender Hitze auf dem Campingplatz. (Jonas)

»Mein Lieblingstier heißt Winter« von Ferdinand Schmalz

Hitzewelle in Österreich. Ein Tiefkühlkost-Lieferant auf der Suche nach einer Leiche schwitzt sich durch bizarre Begegnungen in menschliche Abgründe. Vor Sprachwitz triefende, herrlich groteske Unterhaltung zwischen verschimmelten Dinosauriern, Tiefkühltruhen und erhitzten Gemütern. (Jonas)

»Diese brennende Leere« von Jorge Comensal

Mexiko City in den 2030er Jahren: Die Stadt ist von Hitzewellen und Wassermangel geplagt. Als auf dem größten Friedhof der Stadt ein Feuer ausbricht, ist nicht genügend Wasser da, um es rechtzeitig zu löschen, und so brennt der gesamte Friedhof nieder und mit ihm der benachbarte Zoo.

Karina hat derweil andere Sorgen: Sie muss mit ihrer Großmutter auf dem abgebrannten Friedhof das Grab ihrer Eltern wiederfinden. Ihr halbes Leben lang dachte sie, sie seien bei einem Autounfall gestorben, aber das merkwürdige Verhalten ihrer Großmutter seit dem Brand wirft Zweifel in ihr auf. Sie beschließt, den Friedhofswächter Silverio zu beauftragen, ihr bei der Suche nach der Wahrheit zu helfen.

Ich fand »Diese brennende Leere« extrem unterhaltsam: Die Geschichte baut gekonnt Spannung auf und humorvolle Szenen lockern die sonst eher beklemmende Beschreibung dieser nahen Zukunft auf. Thematisch spannt das Buch einen weiten Bogen: von Klima- und Artenschutz bis hin zu Alkoholismus, Korruption und dem Umgang mit dem Tod. Dem Autor gelingt es aber geschickt, alle Fäden immer wieder zusammenzuführen und mir hat es viel Freude bereitet, diesem fein konstruierten Geschichtengeflecht zu folgen. (Luise)

Lesen Sie unsere vollständige Rezension

Beschreibung

Eine junge Mutter kommt mit ihrer Tochter in ein Hotel, das schon lange keine Gäste mehr beherbergt. Seitdem die Brände im benachbarten Wald toben, hat der einstige Kurort seinen Reiz verloren. Für Iris, die Besitzerin des Hotels, ist der unerwartete Besuch gleichzeitig willkommene Abwechslung und Grund zur Sorge: Irgendetwas scheint mit der Fremden nicht zu stimmen. Ist sie auf der Flucht? Sollte sie der Frau, die sich nicht immer angemessen um ihre Tochter zu kümmern scheint, helfen? Oder müsste sie das Kind vor ihr schützen? Mit der Zeit kommen sich die beiden Frauen näher und fangen an, die Schatten ihrer Vergangenheit auszuleuchten. Iris ahnt, dass dieser Besuch früher oder später ein jähes Ende finden wird - unklar ist nur, aus welcher Richtung wirklich die Gefahr droht.

Über Franziska Gänsler

Franziska Gänslers Debütroman  Ewig Sommer erschien 2022. Er wurde in diverse Sprachen übersetzt, für das Theater adaptiert und mit mehreren Preisen ausgezeichnet. 2025 war die englischsprachige Ausgabe ein New York Times Editors Pick. Nach Wie Inseln im Licht (2024) erscheint mit Orca ihr dritter Roman. Franziska Gänsler lebt in Augsburg und Berlin.
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