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ISBN/EAN: 978-3-596-70347-0
Einband: kartoniertes Buch
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Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
192 S.
Format (T/L/B):
1.5 x 19 x 12.5 cm

Hersteller:
S. Fischer Verlag GmbH
S. Fischer Verlag GmbH
produktsicherheit@fischerverlage.de
Hedderichstraße 114
DE 60596 Frankfurt am Main


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14,00 €

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Unser Tipp für Sie

Vier besondere Bücher, in denen es heiß ist

Die letzte Hitzewelle hier in Halle ist ja zum Glück wieder ein bisschen her, aber wir alle wissen, dass uns Hitze in Zukunft immer häufiger heimsuchen wird. Und da Bücher auch ein Spiegel der Realität sind, haben Hitzewellen längst Eingang in die Belletristik gefunden – auf ganz unterschiedliche Weisen. Wir möchten euch hier vier »heiße« Titel vorstellen, die uns besonders beeindruckt haben.

»Ewig Sommer« von Franziska Gänsler

Staubtrockene Luft, von Asche überzogene Wiesen und graue Flocken auf den Gartenmöbeln – obwohl es bereits Oktober ist, brennen die Wälder um den kleinen Ort Bad Heim. Seit Wochen hat sich kein Mensch in die Region gewagt und im Hotel Bad Heim eingecheckt. Dann steht eine junge Frau mit ihrer kleinen Tochter vor der Tür. Die Hotelbesitzerin Iris ahnt sofort, dass etwas nicht stimmt. Was verschlägt die beiden ins Brandgebiet? 

Als 2022 Franziska Gänslers »Ewig Sommer« erschien, musste ich es an einem Stück durchlesen und empfehle es seitdem immer wieder als Sommerbuch. Der Text entwickelt einen derartigen Sog, dass ich ihn einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte. Die Sprache ist total klar und präzise und schafft eine bedrohliche, hitzige Atmosphäre. Poetisch, fesselnd und definitv mehr als nur ein Klimaroman! (Darlene)

»Hitze« von Victor Jestin 

Der Sommer, den man niemals vergisst – das Coming-of-Age-Klischee kippt hier für den 17 jährigen Léonard allerdings über die übliche Melancholie hinaus in eine ganz düstere Richtung und liest sich dadurch erfrischend zwischen den gewohnten Genre-Handlungen. Erwachsenwerden und Selbstsuche in flirrender Hitze auf dem Campingplatz. (Jonas)

»Mein Lieblingstier heißt Winter« von Ferdinand Schmalz

Hitzewelle in Österreich. Ein Tiefkühlkost-Lieferant auf der Suche nach einer Leiche schwitzt sich durch bizarre Begegnungen in menschliche Abgründe. Vor Sprachwitz triefende, herrlich groteske Unterhaltung zwischen verschimmelten Dinosauriern, Tiefkühltruhen und erhitzten Gemütern. (Jonas)

»Diese brennende Leere« von Jorge Comensal

Mexiko City in den 2030er Jahren: Die Stadt ist von Hitzewellen und Wassermangel geplagt. Als auf dem größten Friedhof der Stadt ein Feuer ausbricht, ist nicht genügend Wasser da, um es rechtzeitig zu löschen, und so brennt der gesamte Friedhof nieder und mit ihm der benachbarte Zoo.

Karina hat derweil andere Sorgen: Sie muss mit ihrer Großmutter auf dem abgebrannten Friedhof das Grab ihrer Eltern wiederfinden. Ihr halbes Leben lang dachte sie, sie seien bei einem Autounfall gestorben, aber das merkwürdige Verhalten ihrer Großmutter seit dem Brand wirft Zweifel in ihr auf. Sie beschließt, den Friedhofswächter Silverio zu beauftragen, ihr bei der Suche nach der Wahrheit zu helfen.

Ich fand »Diese brennende Leere« extrem unterhaltsam: Die Geschichte baut gekonnt Spannung auf und humorvolle Szenen lockern die sonst eher beklemmende Beschreibung dieser nahen Zukunft auf. Thematisch spannt das Buch einen weiten Bogen: von Klima- und Artenschutz bis hin zu Alkoholismus, Korruption und dem Umgang mit dem Tod. Dem Autor gelingt es aber geschickt, alle Fäden immer wieder zusammenzuführen und mir hat es viel Freude bereitet, diesem fein konstruierten Geschichtengeflecht zu folgen. (Luise)

Lesen Sie unsere vollständige Rezension

Beschreibung

Der Debütroman des Bachmann-Preisträgers Ferdinand SchmalzDer Wiener Tiefkühlkostvertreter Franz Schlicht soll einem makabren Wunsch nachkommen. Sein Kunde Doktor Schauer ist fest entschlossen, sich zum Sterben in eine Tiefkühltruhe zu legen. Er beauftragt Franz Schlicht, den gefrorenen Körper auf eine Lichtung zu verfrachten. Zum vereinbarten Zeitpunkt ist die Tiefkühltruhe jedoch leer, und Schlicht begibt sich auf eine höchst ungewöhnliche Suche nach der gefrorenen Leiche. Dabei begegnet er der Tatortreinigerin Schimmelteufel, einem Ingenieur, der sich selbst eingemauert hat, und einem Ministerialrat, der Nazi-Weihnachtsschmuck sammelt. Ferdinand Schmalz nimmt uns in 'Mein Lieblingstier heißt Winter' mit auf eine abgründige Tour quer durch die österreichische Gesellschaft, skurril, intelligent und mit großem Sprachwitz.

Über Ferdinand Schmalz

Ferdinand Schmalz, geboren 1985 in Graz, aufgewachsen in Admont in der Obersteiermark, erhielt gleich mit seinem ersten Theaterstück 'am beispiel der butter' 2013 den Retzhofer Dramapreis und wurde zum Nachwuchsdramatiker des Jahres gewählt. Sein Stück 'jedermann (stirbt)' wurde am Burgtheater uraufgeführt und mit dem Nestroy-Theaterpreis ausgezeichnet. 2017 nahm er an den Tagen der deutschsprachigen Literatur teil und gewann mit einem Auszug aus 'Mein Lieblingstier heißt Winter' den Ingeborg-Bachmann-Preis. 2021 erschien sein gleichnamiger Debütroman, der auf der Longlist des Deutschen Buchpreises sowie auf der Shortlist des Österreichischen Buchpreises 2021 stand. Ferdinand Schmalz lebt in Wien. Auszeichnungen:  2020 PeterRoseggerLiteraturpreis 2018 NestroyTheaterpreis in der Kategorie Bestes Stück für jedermann (stirbt) 2018 LudwigMülheimsTheaterpreis 2017 IngeborgBachmannPreisträger mit dem Text MEIN LIEBLINGSTIER HEISST WINTER2017 Kasseler Förderpreis Komische Literatur 2014/2016/2017 Nominiert für den Mülheimer Dramatikpreis2015 Eröffnung der Autorentheatertage am Deutschen Theater in Berlin in einer Inszenierung des Wiener Burgtheaters mit DOSENFLEISCH 2014 Dramatik Stipendium der Stadt Wien 2014 Nachwuchsdramatiker in der Kritikerumfrage des Jahrbuchs von "Theater heute" 2013 2. Platz beim MDRLiteraturpreis für die Kurzprosa SCHLAMMLAND.GEWALT 2013 Retzhofer Dramapreis für AM BEISPIEL DER BUTTER
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